Biodiversität

LEBENSRAUM FELSENSTEPPE UND WEINBERGE (500 – 1300 M Ü. M.)

Der Verein VinEsch setzt sich aktiv für die Begrünung seines Rebberges ein. In den vergangenen Jahren wurde ein Inventar der aktuell vorkommenden Pflanzen und Tiere im Rebberg erstellt. Mit gezielter Samenausbreitung, dem Pflanzen von alten Obstbaumsorten sowie einer drastischen Reduktion von Schutzmitteln wird das Ziel einer möglichst hohen Biodiversität angestrebt.

Ein seltener Schmetterling profitiert von der Förderung eines «Unkrauts»: der Leinkraut-Scheckenfalter

Als die Böden im Oberwallis noch traditionell bewirtschaftet wurden, war der Leinkraut-Scheckenfalter häufig anzutreffen. Mittlerweile ist er selten und bewohnt nur noch Weinberge und Randstreifen, auf denen «Unkraut» toleriert wird. Weltweit existieren kaum mehr als 2000 Individuen dieser Schmetterlingsart.

Letzte Vorkommen im Wallis

Der Falter mit den orangen Verdickungen an den Fühlerenden ist auf ein trocken-warmes Klima angewiesen. Er kommt fast nur noch im Wallis vor, insbesondere in den Rebhängen am Eingang des Vispertals und damit auch im Rebberg Esch. Die letzten Bestände des Leinkraut-Scheckenfalters sind bedroht, weil die Raupen des Schmetterlings kaum noch Nahrung finden.

Mangel an Raupenfutter

Die Raupe des Falters ernährt sich ausschliesslich von den Blättern des Italienischen Leinkrauts. Diese Pflanze gedeiht nur auf trockenen, regelmässig bearbeiteten Flächen.

Trockenheits- und wärmeliebende Pflanzen im Esch

Trockenheits- und wärmeliebende Tiere im Esch